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Fugen – was Sie darüber wissen sollten

Fugen – was Sie darüber wissen sollten

Wenn Bad, Küche oder der Bodenbelag erneuert werden sollen, denken die meisten zuerst an das Design und Motiv der Fliesen. Die große Bedeutung von Fugen gerät oftmals in Vergessenheit. Dabei spielen auch sie eine wichtige Rolle für das Gesamtbild und sind essenziell für die Langlebigkeit und Sicherheit der Konstruktion. Wir von Die Fliese – Living Bad & Wohnen verraten Ihnen alles Wissenswerte zu Fugen.

Was sind Fugen überhaupt?

Fugen sind im Bauwesen überaus wichtig: Sie dienen als Verbindung verschiedener Elemente und sind entscheidend für einen sicheren, festen Halt. Dabei mindern sie die Spannung, die bei einem großen Plattenstück entstehen würde und erhöhen die Flexibilität des Einbaus. Je nach Anordnung und Farbauswahl spielen die Fugen auch optisch eine wichtige Rolle, denn sie können das Design entscheidend beeinflussen. Zudem sind abgedichtete Fugen eine wichtige Flüssigkeits- und Schmutzbarriere. Insbesondere an Außenwänden oder auch bei sanitären Anlagen dringt ohne eine entsprechende Abdichtung unerwünschte Feuchtigkeit ein. Das kann unter anderem zu Schimmel und Brüchigkeit führen, was nicht nur die Optik beeinträchtigt, sondern auch ein Sicherheits- und Gesundheitsrisiko darstellen kann.
Entsprechend sollten Sie beim Verlegen von Fliesen die Fugen niemals außer Acht lassen. Sie können zwischen verschiedenen Abständen, Mustern und Fugenmaterialien wählen und auf Wunsch sogar Accessoires und andere schmuckvolle Elemente verarbeiten lassen, wodurch Ihre Fliesenkonstruktion ganz Ihren Vorstellungen entspricht.

Arbeiter beim Fliesen legen
©Anselm – stock.adobe.com

Verschiedene Fugenarten im Überblick

Zunächst einmal sollten Sie zwischen offenen und geschlossenen Fugen unterscheiden. Offene Fugen werden absichtlich mit einem relativ großen Freiraum versehen, sodass nachträglich noch substanzielle Änderungen vorgenommen werden können. Bei umfangreichen Bauarbeiten werden offene Fugen häufig als Zwischenschritt eingeplant, um im Falle von Änderungswünschen ohne größeren Aufwand noch Modulationen vornehmen zu können. Sogenannte Fugenbänder tragen währenddessen zur Stabilisierung und Überbrückung bei. Geschlossene Fugen hingegen bieten eine besonders effiziente Barriere für unerwünschte Feuchtigkeit und Schmutzpartikel. Vor allem bei Flächen, die viel Kontakt mit Wasser oder Staub haben, ist die geschlossene Variante das geeignete Mittel der Wahl.
Bewegungs- und Dehnungsfugen gehören zu den offenen Systemen. Sie müssen langfristig offen bleiben, um mehr Flexibilität und Elastizität bieten zu können. Je nach Bedarf können sie jedoch auch mit elastischem Material geschlossen oder mit verschiedenen Fugenprofilen kaschiert werden. Dehnungsfugen finden meist als Abschlussfuge an der Wand Verwendung. Da es sich bei der Fuge zwischen Boden und Wand meist um eine Wartungsfuge handelt, sollte diese möglichst durchsichtig sein. Auf diese Weise lassen sich regelmäßige Bestandsaufnahmen und Qualitätskontrollen leichter durchführen und Feuchtigkeitseinschlüsse oder andere Mängel schneller identifizieren, ohne die Fliesenkonstruktion zu gefährden.

Das ist bei der Füllung der Fugen zu beachten

Das Füllmaterial hängt in erster Linie vom Anwendungsgebiet und der Fliesen- sowie Fugenform ab. Zu den am häufigsten eingesetzten Materialien gehören:

  • Silikon
  • Schnellfugenmörtel
  • Hochfeste Fugenmörtel
  • EP-Harz-Fugenmasse
  • Dispersionsfugen

Zu jedem Fugenmörtel sollten Sie idealerweise auch einen passenden Fliesenkleber kombinieren. So können Sie sichergehen, dass Ihre Fliesenkonstruktion nicht nur gut aussieht, sondern auch lange hält. Die meisten Hersteller bieten eine Kombination aus Mörtel und Kleber an, mit der Sie auf der sicheren Seite sind. Für Dehnfugen, wie beispielsweise bei einem Wasseranschluss, findet meist wasserdichtes Silikon Verwendung. Das erhöht die Flexibilität und kann durch die lichtdurchlässigen Eigenschaften bei Bedarf gut inspiziert werden. Optisch ist das Silikon bei fachgerechter Anwendung überaus unauffällig und somit ein stilsicherer Abschluss im Bad, in der Küche, aber auch bei anderen Bodenbelägen.
Schnellfugenmörtel ist, wie der Name bereits vermuten lässt, vor allem bei schnellen Arbeiten überaus gefragt. Gerade Bodenbeläge in Wohnanlagen sollten zeitnah begehbar sein und gleichzeitig hoher Belastung standhalten. Fugenmörtel bindet schnell, trocknet rasch und ist wasserdicht. Zudem ist er durch seine frostsichere Zusammensetzung auch für den Außenbereich geeignet und erweist sich als sehr pflegeleicht. So lässt er sich problemlos abwaschen und verspricht ein langanhaltend ästhetisches Ergebnis.

Hochfeste Fugenmörtel sind aufgrund ihrer Abriebfestigkeit und Beständigkeit vor allem für die Außenanwendung gedacht, wo die Fugen mit der Zeit dichter und fester werden. EP-Harz-Fugenmasse ist schließlich die beste Wahl für besonders stark beanspruchte Bereiche, wie beispielsweise Whirlpools oder Poolanlagen. Allerdings sollten Sie grundsätzlich, vor allem bei der anspruchsvollen Verarbeitung von EP-Harz, einen Profi engagieren. Experten verfügen über jahrelange Erfahrung und wissen, was bei der Mischung und Verwendung von Mörtel erforderlich ist. Gemeinsam mit Experten können Sie die richtige Lösung für Ihr Anliegen finden und von einer Verfliesung mit hochwertigen Fugen profitieren.


Gerne beraten wir Sie in unserem Fliesenfachgeschäft professionell beim Fliesenkauf und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite!